Warum Hüllen für Smartphones nachhaltig sind

Jedem ist es schon einmal passiert. Das Smartphone fällt, wahlweise aus der Hand, Hosentasche oder vom Nachttisch und dann hat man den Salat. Gefühlt 50% der Bevölkerung laufen mit geborstenen Displays durch die Welt. Wenn nur das Glas gebrochen ist hat man ja noch Glück. Bei einem Displayschaden wie Farbflecken, einem Komplettausfall der Touch-Funktion oder gleich des ganzen Bildes eher weniger.

Das ist natürlich ärgerlich. Je nach Modell, tatsächlichem Schaden und Anbieter variiert die Reparatur zwischen 40 und 150 Euro, ist also kein ganz günstiges Vergnügen. Es gilt also den Schaden möglichst zu vermeiden (d’uh!). Doch der finanzielle Schaden ist nicht die einzige negative Folgeerscheinung bei akuter Spider App, denn die LED bzw. LCD Displays moderner Geräte sind die Bauteile, deren Produktion mit Abstand am meisten seltene Erden benötigt.

Die meisten modernen Displays sind sowohl LED, als auch LCD Displays. Hinter oder um ein bildgebendes LCD Panel werden LED-Dioden Arrays angebracht (fachchinesisch: Backlight) , durch die das Bild erst richtig sichtbar wird. Die zuvor eingesetzten CCFL Lichtquellen bei „reinen“ LCD Bildschirmen kommen heute bei keinem großen Hersteller mehr zum Einsatz. Vor allem Yttrium, Lanthan, Europium, Terbium, Dysprosium und Gadolinium kommen bei der Herstellung von LED-Lämpchen, LCD Panels und Displaygläsern zum Einsatz. Sie werden vor allem für Polituren im Herstellungsprozess oder als Leucht- bzw. Farbstoff direkt in der Lichtquelle eingesetzt.

Was lässt sich also tun?

Die einfachste Möglichkeit, zumindest beim Smartphone, ist es das Gerät ordentlich anzuziehen. Für jedes Modell gibt es gefühlt 1.000.000 verschiedene Hüllen in allen Farben und Formen bereits ab ein paar Euro. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Hülle auch ausreichend stabil ist und die Kanten den Rand des Displays umfassen um optimalen Schutz zu gewährleisten. Tipp: Eine leicht raue Oberfläche der Hülle gibt wesentlich besseren Halt bei glitschigen oder frisch gewaschenen Händen und reduziert damit das Absturzrisiko deutlich gegenüber glatten Hüllen oder dem „nackten“ Smartphone. Speziell Frauen sollten außerdem darauf achten ein geschlossenes Case zu verwenden, bei dem das Display selbst durch die Hülle geschützt ist, wenn sie ihr Smartphone in der Handtasche transportieren. Zusätzlich gibt es, ebenfalls sehr günstig, Schutzfolien für Smartphone Displays die vor Reibungskratzern schützen und kinderleicht aufgeklebt werden können.

Doch nicht nur Fallhöhe und harte Kanten sind natürliche Feinde von Displays. Vor allem hohe Temperaturen, aber auch Wasserschäden oder Druck können Farb- und Pixelfehler hervorrufen oder die Touch-Funktion beeinträchtigen. Am besten ist es das Smartphone zu Hause immer am selben Platz zu lagern, etwa auf dem Schreibtisch. Keinesfalls auf dem Nachttisch oder anderen gefährdeten Regionen wie Couchlehnen, Jackentaschen, Heizungskörpern oder quasi jeder Platz in Küche und Bad. So minimiert man nicht nur das Risiko des Herunterfallens, sondern verhindert auch dass das Smartphone aus Versehen zwischen anderen Sachen zerdrückt wird oder über dem heißen Backofen schmurgelt. Schon aus gesundheitlichen Gründen sollte man ebenfalls darauf verzichten, es auch zu Hause permanent in der Hosentasche mit sich herum zu tragen.

Ist der Schaden dennoch entstanden, gibt es keine umweltfreundliche Alternative zum Displaytausch, außer sich damit zu arrangieren. Bei einzelnen Rissen oder Pixelfehlern bleibt es dann jedem Einzelnen überlassen wie sehr ihn diese stören. Je länger das Display trotz Schaden weiter genutzt wird, desto nachhaltiger.

 

 

 

 

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